Murre Gin – Der Gin mit der Möhre!

Der Murre Gin kommt aus Hangelar, einem Stadtteil von Sankt Augustin, das im Rheinland im Großraum Köln/ Bonn liegt. Bärbel und Ralph Gemmel sind die Macher des Wacholders –  ein eigener Gin mit Lokalkolorit.

Zunächst mischte und experimentierte man daheim mit unterschiedlichen Botanicals und probierte diese „Aufgesetzten“ auf Vodka-Basis im Kreise der Freunde. Nach diversen Tests stand dann irgendwann die Wunschzusammensetzung fest. Mit Frank Ginsberg fand man einen kompetenten Partner für die Herstellung und so werden seit Sommer 2018 kleine Batches von ca. 400 Flaschen produziert. Der General-Anzeiger Bonn hat Mitte Juli 2018 über dieses Familybusiness berichtet.

Aber was macht ihn anders als andere Gins? Zwei Dinge sollten umsetzt werden:

1. Keep it simple
2. Remember where you come from

Bei einem Gin muss nach der EU-Verordnung 110/2008 der Walcholdergeschmack vorherrschend bleiben und ist darum auch Hauptbestandteil des Murre Gin. Direkt danach folgt aber die Möhre bei insgesamt nur sieben Botanicals („Keep it simple“). In Sankt Augustin wurden früher Möhren angebaut, die Hangelarer im Umland „Hangelarer Murre“ genannt. Der Murre Gin ist also definitiv eine Hommage an die rheinischen Wurzeln („Remember where you come from“).

Verkostungsnotiz: Die Nase ist sehr schön wacholdergeführt, am Gaumen dann zunächst ebenfalls deutlich Wacholder, gleich gefolgt von frischen Orangen- und Minznoten. Anschließend macht sich eine wohlige Süße breit, eine dezente Schärfe ist spürbar. Der Abgang ist recht lang, hält dabei die frische Süße bei und jetzt kommt auch die Möhre geschmacklich zum Vorschein. Es ist insgesamt ein milder Gin, der sich aber mit 44 % Vol. auch im Tonic nicht versteckt und wahrnehmbar bleibt.

Tonic-Empfehlung: Fever-Tree Mediterranean Tonic, Orangenscheibe als Garnitur.

Ihr wollt unseren Gin probieren? Dann besucht uns doch z. B. am 22.und 23.03.2019 auf der Cologne Spirits im Mediapark Köln oder vom 03. bis 05.05.2019 beim Rhein Gin Festival in Neuss.